FAIRNESS – FAIR handeln
Mit der Teilnahme der Fachschulen des Odilien-Instituts an diesem zweijährigen internationalen EU-Projekt – Projektpartner ist das Welthaus der Diözese Graz-Seckau – haben wir uns das Ziel gesetzt, Verständnis und Gerechtigkeitsgefühl bei unseren Schülerinnen und Schülern für andere Kulturen und Menschen zu wecken.
Dabei wurde für die Projektarbeit das Motto "Fairness – Fair handeln" gewählt.
Besonderes Augenmerk wollen wir auf eigenverantwortliches Handeln im Hinblick auf „Fair handeln“ legen. Das Bewusstmachen der eigenen Identität und die Hinführung zum persönlichen Urteilen und daraus folgenden Handeln in einer globalen Perspektive soll erarbeitet und gefördert werden.
Im projektorientierten Unterricht werden dabei anhand von Texten, Filmen und Kurzreportagen die Schülerinnen und Schüler über das Ungleichgewicht in der globalen Wirtschaft, den unfairen Welthandel, die Armut, die soziale Benachteiligung und mangelnde bzw. kaum vorhandene Entwicklungschance informiert.
Als erstes Ergebnis aus der Beschäftigung mit diesem umfassenden Thema haben sich die beiden Schülerinnen Fritz Birgit und Teufel Monika aus der Abteilung Weberei unter der Anleitung von Frau Mag. Adelheid Joshi am
Wettbewerb "Ich in der Welt"
beteiligt.
Es entstand eine Collage in einer Gewebekonstruktion mit dem Titel:
„change your patterns“
Profit und steigende Armut, Kinderarbeit und kindergerechte Entwicklung, Überfluss und lebensbedrohende Unterernährung sind Gegensätze, die ganz speziellen „Mustern“ folgen. Im Verweben zweier Fotos, das die unterschiedlichen Lebensumstände der abgebildeten Kinder verbindet, haben wir für uns eine ideale Möglichkeit gesehen, diese Gegensätze einander anzunähern.
Lebensmuster und Gewohnheiten prägen sich ein, wie fortlaufende Muster, nach denen wir funktionieren. Sie lassen die Dinge unveränderbar erscheinen, je länger wir uns nach ihnen orientieren. Wir wollen mit unserem Werk aufmerksam machen, das Lebensmuster sehr wohl veränderbar sind und in einer Weise gelebt werden können, die auch anderen eine menschenwürdige Lebensform ermöglichen.
Ein weiteres „praktisches Produkt“ entsteht im Rahmen des Näh- und Werkunterrichtes an der hauswirtschaftlichen Schule. Dabei fertigt Frau FOL Erika Schellnegger mit den Schülerinnen und Schülern Einkaufstaschen aus Kaffeepackungen von fairtrade Kaffee an.
In weiterer Folge ist noch die Herstellung von Pralinen mit Unterstützung der Firma Zotter-Schokolade, die fairtrade gehandelten Kakao verwendet, geplant. Auch liegt unser besonderes Augenmerk auf dem Einsatz von fair gehandeltem Kaffee bei verschiedenen Feierlichkeiten bzw. Festen.
Mag. Adelheid Joshi
Erika Schellnegger
Friederike Lamprecht
Prof. Waltraud Riegler
