Durch Zufall erfuhren wir von einem Elternteil, dass es die Möglichkeit gibt, einen Beamten der Bundespolizeidirektion Graz zu einem Vortrag an die Schule einzuladen. Da wir in diesem Schuljahr das große Projekt „Gesundheit und Prävention“, welches vom Landesschulrat für Steiermark ausgerufen wurde, auch an unseren Schulen in verschiedenen Projekten mittragen, ergriffen wir die Gelegenheit beim Schopf und kontaktieren die entsprechende Stelle in der Paulustorgasse in Graz.
Mit Herrn Gruppeninspektor Heimo Zenz konnten wir einen Polizisten gewinnen, der bereits viel Erfahrung bei zahlreichen Veranstaltungen an Schulen, Kindergärten und bei Elternabenden sammeln konnte.
In einer Vorbesprechung mit der Direktorin, Frau Rupp und mit Frau Lamprecht, wurde in groben Zügen der Inhalt der fünf Einheiten umfassenden Veranstaltung besprochen. Schon dabei konnte man das Bemühen von Herrn Zenz spüren, sich auf die besonderen Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler einzustellen.
Am 12. Dezember war es für die drei ATH-Klassen und am 20. Dezember für die EDV- und Fachschulklassen soweit: Pünktlich erschien Herr Zenz in Uniform, und der Vortrag konnte beginnen. Nachdem er sich kurz bei den Schülern vorgestellt und seine berufliche Laufbahn beschrieben hatte, stieg er sehr direkt in die Problematik der Rechtsfähigkeit ein und bewies sehr viel Gespür bei der Beantwortung der zahllosen Fragen, die die Schüler immer wieder an den Polizisten hatten. Viele praxisnahe Beispiele illustrierten die Ausführungen.
Sehr humor- und eindrucksvoll, durchaus aber ernsthaft wurde uns vor Augen geführt, welche Auswirkungen in strafrechtlicher Sicht eine unbedachte Ohrfeige bei einer an sich harmlos erscheinenden Rauferei oder kleinere Diebstähle – wie sie auch an Schulen immer wieder vorkommen - auf den Einzelnen haben können.
Jugendschutz, Suchtprävention, Drogenkriminalität, Dokumentenfälschung, Fahrerflucht, Nachschulung, Körperverletzung und und und … – egal in welche Richtung die vielen vielen Fragen der Zuhörer/-innen gingen, sämtliche wurden kompetent und dem Erfahrungshorizont der Schüler/-innen angepasst, beantwortet.
Die Zeit verging wie im Flug, viel zu schnell war der Vormittag vorbei und das Ziel, jungen Menschen vor Augen zu führen, dass sie nicht nur Rechte sondern auch Pflichten haben, welche Gefahren es hinsichtlich Drogen, Sekten, Banden und Sucht gibt und welche Folgen unbedachtes Handeln nach sich ziehen kann, hat Herr Gruppeninspektor Zenz ausgezeichnet erreicht.
Herzlichen Dank für die Zeit, die er uns zur Verfügung gestanden ist!
Waltraud Riegler
Friederike Lamprecht
