1. Tag
Am Dienstag, den 22. Mai 2007 machten wir, die Schüler der Fachschule, eine 3-tägige Exkursion nach Oberösterreich. Um 7.45 Uhr fuhren wir vom Odilien-Institut mit dem Bus und unserem netten Chauffeur Richtung Linz. Die Fahrt dauerte drei Stunden. Damit es uns auf dieser Fahrt nicht langweilig wurde, informierten uns einige Schüler über unsere Zielorte.
Unsere erste Station war das BMW-Werk in Steyr. Der Guide zeigte uns anhand eines Filmes den Arbeitsablauf im Werk. Danach bekamen wir ein Headset, damit wir den Guide in den Arbeitshallen hören konnten. Er zeigte uns wie ein BMW-Motor aussieht bzw. sich anhört und wie dieser hergestellt wird. Das BMW-Werk war sehr interessant.
Die Schüler aus der Metallbearbeitung und der Datenverarbeitung besuchten das SKF-Werk. Sie waren von der Größe sehr beeindruckt und gewannen Einblick in die spannende Fertigung von Sonderwälzlagern mit besonders wirtschaftlichen Verfahren und Abläufen. Wir waren sehr fasziniert von der Tätigkeit und ständig mit großem Interesse dabei. Vor allem das Walzen und die Hartbearbeitung der Lagerwerkstoffe aber auch die Größe der Wälzlager hat bei uns großen Eindruck hinterlassen.
Anschließend besichtigten wir den Ort Steyr. Diese Stadt mit dem Steyrer Panther gefiel uns sehr gut. Wir gingen zum Fluss Steyr, wo dieser in die Enns fließt, anschließend genossen wir bei Eis und Getränken die wunderschöne Aussicht über das Zentrum von Steyr.
Am späten Nachmittag fuhren wir schon müde nach Linz zu unserem youthotel, wo wir sehr schöne Zwei- und Dreibett-Zimmer bezogen. Nach einem guten Abendessen genossen wir noch die Abendstunden und freuten uns schon auf den nächsten Tag.
Denise Kotwa und Bianca Margreitner
2. Tag
Nach einem reichhaltigen Frühstück konnten wir uns entscheiden, ob wir ins Mühlviertel zur Weberstraße mitfuhren oder die ars electronica in Linz besuchen wollten.
Die Schüler der Weberei und auch einige andere Interessierte fuhren mit dem Bus nach Rohrbach und besuchten die Firma chico, die Hängematten erzeugt und diese weltweit verkauft. Es war sehr beeindruckend, wie wir über die Firmenentwicklung und –philosophie Wissenswertes erfuhren. Wir sahen die Hängematten-, Hängesessel- sowie Kinder- und Babymattenerzeugung. Auch über die fachgerechte Montage in der Holzverarbeitung wurden wir informiert.
Anschließend ging die Fahrt weiter nach Haslach, um die Manufaktur zu besichtigen. Die traditionellen Fertigungsschritte: Kardieren, Spinnen, Weben, Filzen und Walken – dazu noch viel Wissenswertes über Schafe und Wolle konnten wir trotz Umbau erfahren. Sehr gefreut haben wir uns über die herzliche Führung und die Getränke, die wir im Anschluss erhielten.
Die anderen Schüler fuhren mit der Straßenbahn zur ars electronica.
Bei verschiedenen Stationen wie „Mit allen Sinnen“, „Virtuelle Welten“, „Login Gateway“, „Cyber Welten“, „Gullivers Welten“, „Simulation Lab“ konnten wir alles angreifen, benutzen und mitmachen. Vor allem die Station, bei der man eigene Zeichnungen in ihre Bestandteile zerlegte, hat mir sehr gut gefallen, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie das funktioniert. Diese Ausstellung ist für alle empfehlenswert.
Steffan Simon
Am Nachmittag fuhren alle Schüler gemeinsam mit der Pöstlingbahn, der steilsten Schienenbergbahn Europas auf den Pöstlingberg, dem Wahrzeichen von Linz. Wir besichtigten die barocke Wallfahrtsbasilika und genossen die wunderschöne Aussicht über Linz. Mit dem Bus ging es zurück zum Youthhotel und zum ersehnten Abendessen.
3. Tag
Heute hieß es früher aufstehen, da wir noch ein umfassendes Programm vorhatten. Nach dem Frühstück und Kofferpacken verließen wir Linz und fuhren nach Schlierbach. Dort wurden wir sehr herzlich empfangen und durch die Käserei sowie die Bibliothek geführt. Die anschließende Käseverkostung erfreute unseren Gaumen. Viele von uns kauften Käse für die Daheimgebliebenen.
In Schlierbach bekamen wir in einem Gasthaus ein sehr gutes Mittagessen, worauf wir uns schon sehr freuten.
Am Nachmittag besuchten wir das Benediktiner Stift Admont. Zuerst konnten wir uns beim Abt persönlich für die Geldspende als Beitrag zum Mentaltraining bedanken. Danach betasteten und erkundeten wir die spezielle Kunstausstellung „Ich fühle was, was du nicht siehst“. Es gab verschiedene Stationen zum Betasten (z. B. eine Kartoffel von Werner Reiterer. Es ist eine Skulptur die aus vier Komponenten besteht, die allesamt blindenspezifisch orientiert sind. Es wurde versucht skulpturale Felder zu erzeugen, welche sowohl für Sehende als auch für Sehbehinderte und blinde Menschen ertastbar sind. Auch die Bibliothek wurde uns gezeigt und Wissenswertes darüber berichtet wie: die Bibliothek zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern unseres Landes und ist eines der großen Gesamtkunstwerke des europäischen Spätbarocks. „Das Achte Weltwunder“, so wurde die Admonter Bibliothek, vielleicht etwas enthusiastisch, aber durchaus berechtigt, schon seit dem frühen 19. Jahrhundert bezeichnet. Sie stellt einen über Jahrhunderte hinweg reichenden Wissensspeicher dar, in dem sich kunst- und kulturhistorische Beispiele aus der Entwicklungsgeschichte des Buches finden – von den Handschriften aus der mittelalterlichen Admonter Schreibschule, über die gesammelten Frühdrucke bis hin zum entfalteten Buchdruck.

Müde, aber froh, dies alles gesehen zu haben, fuhren wir nach Graz, wo uns unsere Eltern schon erwarteten.

Carina Ladler und Stephanie Klug.
Friederike Lamprecht

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Odilien-Institut für sehbehinderte oder blinde Menschen
Leonhardstraße 130, A-8010 Graz, Tel: +43 (0) 316/322 667-0, E-Mail: verwaltung@odilien.at

 
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